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Seminare

 

Das zentrale Element von Schulterschluss bilden die 2-tägigen regionalen Kooperationsseminare, die Vorort, idealerweise an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, auf Landkreis oder städtischer Ebene stattfinden. Die regionalen Seminare sind kostenfrei. Lediglich passende Seminarräume sind von den teilnehmenden Institutionen zu stellen. Anfallende Kosten bspw. für Catering/Kaffee/Tee können in einem begrenzten Umfang im Rahmen des Projektes erstattet werden

Zielgruppe

Bewerben können sich Jugendämter, Einrichtungen aus der Suchthilfe sowie freie Jugendhilfeträger. Dabei sind insbesondere die Allgemeinen Sozialen Dienste (ASD), die Koordinierenden Kinderschutzstellen (KoKi), Erziehungsberatungsstellen, die familienunterstützenden Hilfen sowie Suchtberatungsstellen Zielgruppe der Seminare.

Aufgrund der kooperativen und inhaltlichen Zielsetzung von Schulterschluss ist es zwingend erforderlich, dass sich sowohl ein Jugendamt sowie eine Einrichtung der Suchthilfe, respektive deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zur Teilnahme verpflichten. Die Teilnehmerzahl pro Seminar ist auf maximal 20 Personen begrenzt.

Regionale Schlüsselperson

Sich bewerbende Jugendämter bzw. Einrichtungen sollten eine regionale Schlüsselperson benennen, die gemeinsam mit uns (zentrale Projektkoordination) die Organisation und inhaltliche Abstimmung (regionale Passung/regionaler Bedarf) des Seminars übernimmt. Gemeinsam wird im Vorfeld eine kurze Status Quo-Analyse für die Region erstellt, die bisherige Kooperationen, wichtige Schnittstellen, bereits implementierte Präventionsangebote sowie ggfs. bestehende Hürden oder Optimierungsbedarfe ermittelt.

Seminarinhalte

Inhaltlich sind die Kooperationsseminare in vier Themenmodule untergliedert:

Modul 1   Kinderschutz und Kindeswohl in Familien mit suchtkranken Eltern – Rechtliche Grundlagen

Modul 2   Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen mit suchtkranken Eltern – Besondere Risiken

Modul 3   Informationen für die Arbeit mit suchtkranken Eltern – Elternrolle und Elternverantwortung

Modul 4   Gelingende Kooperationen zwischen Jugendhilfe und Suchthilfe

Darüber hinaus bestehen in der Klärung der jeweiligen Handlungsaufträge und des jeweiligen beruflichen Selbstverständnisses weitere wichtige Seminarinhalte, die die Grundlage für ein gemeinsames, abgestimmtes Handeln von Jugendhilfe und Suchthilfe bilden.

In einem wechselseitig partizipativen Arbeitsprozess entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen der Seminare mehr Handlungssicherheit für

  • das Erkennen/Wahrnehmen von Suchtstörungen,
  • die Früherkennung suchtbelasteter Familien,
  • für die Gefährdungseinschätzung
  • sowie für die Einleitung spezifischer Präventionsmaßnahmen in suchtbelasteten Familien.

Die Sicherung des Kindeswohls, die Stärkung und der Schutz der Kinder sowie die Stärkung der Elternschaft sollen hierbei im Mittelpunkt stehen.

Während des gesamten Seminars, insbesondere aber im Modul 4 werden die bisherigen regionalen Unterstützungsstrukturen für suchtbelastete Familien analysiert und gemeinsam Ideen für die Weiterentwicklung bestehender Konzepte und für die Optimierung der erforderlichen Kooperationsstrukturen und Netzwerke erarbeitet und diskutiert.

Seminarleitung

Aufgrund der thematischen Komplexität werden die Kooperationsseminare von Moderatoren-Teams geleitet, wobei jeweils eine Person die entsprechende Expertise für die Jugendhilfe und eine Person für die Suchthilfe mitbringt.

Für die Leitung der Schulterschluss-Seminare konnten wir 15 Expertinnen und Experten aus der Jugend- und Suchthilfe gewinnen, die sich in sechs Teams formiert haben.

Schulterschluss-Seminarkalender 2016/2017

Terminoptionen 2017